Führung ist Identität, kein Titel.
Bevor du gehst: Sichere dir die Essenz der menschlichen Führung auf einer Seite.
Erfahre, wie du individuelle Persönlichkeiten führst und dabei messbare Ergebnisse lieferst.
Bevor du gehst: Sichere dir die Essenz der menschlichen Führung auf einer Seite.
Erfahre, wie du individuelle Persönlichkeiten führst und dabei messbare Ergebnisse lieferst.

Der universale psychologische Trigger von Selbstkontrolle ist ein Reiz, der Gedanken, Gefühle oder Verhaltensimpulse hervorruft, die von den inneren Zielen abweichen. Du hast dir beispielsweise vorgenommen, heute Abend einen wichtigen Fachartikel zu lesen, der schon länger auf deinem Schreibtisch liegt. Ein Freund ruft an und möchte mit dir spontan Abendessen gehen. Was machst du? Das Angebot ist verlockend. Dennoch gibst du dich der Verlockung nicht hin und sagst „Ja“ zum Artikel.
Hier zeigt sich die Funktion von Selbstkontrolle: Die willentliche Unterdrückung „störender“ Impulse. Gleichzeitig zeigt sich hier die Bedeutung der „Genussenergie“ als Gegenpol. Ansonsten würdest du nur noch ausschließlich der Erreichung deiner Ziele nachgehen, ohne die verborgene Schönheit des Lebens zu bemerken.
Das macht den Unterschied zwischen „Ich muss“ und „Ich möchte“ aus und erfüllt dadurch das Bedürfnis nach Ich-Klarheit – der Klarheit, wer du bist und was du wirklich möchtest. Selbstkontrolle fördert den Fokus auf wertgeladene Ziele, wie beispielsweise einen akademischen Abschluss (Duckworth & Gross, 2014). Ebenso schützt sie vor Aufschieberitis (Prokrastination), also dem Aufschieben wichtiger Aufgaben (J. Zhao et al., 2019).

Physiologisch / neuronal
Emotional
Kognitiv
Sozial / behavioral
Reiz, der Gedanken, Gefühle, Verhaltensimpulse auslöst, die von inneren Zielen abweichen
Willentliche Unterdrückung „störender“ Impulse
Ich-Klarheit
Selbstkontrolle kultivierst du optimal in dem du a) deine emotionale Denkgenauigkeit stärkst (d. h. Klarheit über Trigger, Funktion, Bedürfnis; siehe oben) sowie b) deine emotionale Empfindungsgenauigkeit trainierst (d. h. du erlebst und fühlst Selbstkontrolle regelmäßig). Nachfolgend drei anwendbare Tipps, um sofort mehr Selbstkontrolle zu fühlen:

Nach Campbell (1990) verstehen wir unter Selbstkonzept-Klarheit das Ausmaß, in dem das Selbstkonzept sicher definiert („Ich bin überzeugt, dass ich so bin“), zeitlich stabil und stimmig zueinander ist. Du erkennst also, was dich im Kern ausmacht, was dir wirklich wichtig im Leben ist, was du kannst und was nicht.
Um an diesen Punkt zu gelangen ist es bedeutsam sowohl ein starkes Ich-Gefühl als auch ein starkes Wir-Gefühl zu entwickeln. Das Ich-Gefühl ermöglicht es dir zu erkennen, was nicht Teil deines Selbstkonzeptes ist oder sein soll (durch Abgrenzung). Du bleibst dir selbst treu und lässt dich nicht von störenden Impulsen von deinen Zielen abbringen. Das Wir-Gefühl öffnet dich für Verbindungen und zeigt dir, mit wem du positiv resonierst und wer zu dir gehört. Nur durch eine Balance zwischen dem Ich (Abgrenzung) und dem Wir (Verbindung) kannst du wirklich Ja zu beispielsweise Beziehungen sagen.
Das Wir-Gefühl stärkst du durch die Positivitätsresonanz während das Ich-Gefühl durch Selbstkontrolle gefördert wird. Daher ist die Balance dieser beiden emotionalen Super-Ressourcen so wertvoll.
Quelle: Mesource