Emotionen – Funktional versus Dysfunktional

Angst – Hüterin der Sicherheit

Der universale psychologische Trigger von Angst ist: Eine empfundene Bedrohung des körperlichen oder psychischen Wohlbefindens (Matsumoto & Hwang, 2013, S. 22). Hierbei kann die Bedrohung auf einen selbst, auf andere Menschen oder auch auf bedeutsame Gegenstände gerichtet sein. Die Bedrohung muss auch nicht greifbar sein. Es kann auch schon reichen, sich in einer neuen unbekannten Situation zu befinden und sich zu fragen, ob die anstehenden Herausforderungen bewältigt werden können. Manchmal löst auch die Abwesenheit von etwas Angst aus, beispielsweise die Abwesenheit der Mutter bei einem Kleinkind. 

Die Funktion von Angst ist: Eine empfundene Bedrohung zu vermeiden oder den erwarteten Schaden zu reduzieren. Angst aktiviert eine Vermeidungsmotivation (Price, Peterson, & Harmon-Jones, 2012) wodurch Menschen dazu neigen, sich der drohenden Gefahr zu entziehen. Menschen vermeiden Risiken und bewerten Situationen auch als gefährlicher bei Angst. 

Das Bedürfnis hinter Angst ist Sicherheit. Funktionale Angst hilft dabei, sich beispielsweise sorgfältig auf eine Prüfung vorzubereiten und diese mit gutem Fokus zu meistern. Dysfunktionale Angst wiederum kann dazu führen, dass ein Mensch erstarrt und während einer Prüfung nicht mehr handlungsfähig ist. 

Daher ist die Dysfunktion von Angst Erstarrung. Die innere Frage, die dir hilft, um aus einer möglichen Dysfunktion zukommen lautet: Was kann ich tun, damit ich mich sicher fühle? 


Weitere nützliche Unterscheidungsform für Emotionen

Definition & Kurzübersicht für Angst

Trigger

Bedrohung des körperlichen oder psychischen Wohlbefindens

Funktion

Bedrohung vermeiden oder erwarteten Schaden reduzieren

Bedürfnis

Sicherheit

Quelle: Mesource